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Allgemeines zum Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnis

Personalentscheidungen werden oft auf der Grundlage von Leistungsbeurteilungen vorheriger Arbeitgeber getroffen. Arbeitszeugnisse haben daher erhebliche Bedeutung bei der Jobsuche. Nachfolgend einige Infos zu Arbeitszeugnissen.

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Wie muss ein Arbeitszeugnis aussehen?

Jeder Arbeitnehmer kann von seinem Arbeitgeber ein schriftliches Arbeitszeugnis verlangen, das Angaben zu Leistung und Verhalten enthält (§ 109 GewO), das sog. qualifizierte Arbeitszeugnis. Das Arbeitszeugnis muss mit einem Briefkopf ausgestattet sein, der Namen und Anschrift des Ausstellers erkennbar macht (BAG, Urt. v. 03.03.1993; Az. 5 AZR 182/92). Eine "Kinderschrift" als Unterschrift unter dem Arbeitszeugnis muss der Arbeitnehmer nicht dulden (LG Hamm, Beschl. v. 27.07.2016; Az. 4 Ta 118/16). Eine Schlussformel mit Dank und Glückwünschen kann der Arbeitnehmer demgegenüber nicht verlangen (BAG, Urt. v. 11.12.2012; Az. 9 AZR 227/11).

Zum Inhalt des Arbeitszeugnisses

Qualifizierte Arbeitszeugnisse müssen klare, verständliche und zutreffende Angaben zu Leistung und Verhalten beinhalten. Ein Arbeitszeugnis muss wohlwollend sein. Der Arbeitgeber darf den Arbeitnehmer nicht offen kritisieren. Dies hat dazu geführt, dass sich in der Praxis eine Art Geheimcode entwickelt hat, der leider nicht immer einfach zu durchschauen ist.

Geheimcode entschlüsseln

Hinter vermeintlich positiven Aussagen verstecken sich oft negative Beurteilungen. Die Beurteilung "Er machte sich mit großem Eifer an die ihm übertragenen Aufgaben" bedeutet z.B., dass der Arbeitnehmer zwar fleißig, aber erfolglos war. Die Grußformel "Wir wünschen ihm alles Gute und Gesundheit" ist ein Hinweis auf viele Krankzeiten.

Kann ich eine überdurchschnittliche Beurteilung verlangen?

Unproblematisch ist die Durchsetzung einer durchschnittliche Leistungsbeurteilung. Will der Arbeitnehmer eine überdurchnittliche Beurteilung haben, muss er überdurchschnittliche Leistungen darlegen und im Zweifel beweisen (BAG, Urt. v. 18.11.2014; Az. 9 AZR 584/13). Im Umkehrschluss trägt die Arbeitgeber die Darlegungs- und Beweislast für eine unterdurchnittliche Leistungsbewertung.

Urteile zum Thema "Arbeitszeugnis" finden Sie in unserer Urteilsdatenbank . Sie haben ein schlechtes Arbeitszeugnis erhalten? Wie Sie eine Korrektur durchsetzen.

Seit 2007 ist Rechtsanwalt Iven mit seinem Team als Einzelanwalt in den Rechtsgebieten des Internetrechts , Mietrechts , Arbeitsrechts und Verkehrsrechts tätig.

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u.a. spezialisiert auf Arbeitsrecht & Vertragsrecht, letzte Aktualisierung: 03.05.2017

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