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Schimmel im Schlafzimmer - Vermieter reagiert nicht?

Mietmängel und Mietminderung

Sie haben Schimmel oder Stockflecken im Schlafzimmer? Der Vermieter reagiert aber nicht? Oder weigert sich, den Schimmel zu beseitigen? Nachfolgend einen Überblick über Ihre Rechte als Mieter.

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Wann muss der Vermieter reagieren?

Kurz gesagt: Wenn der Vermieter für den Schimmel im Schlafzimmer verantwortlich ist. Dies ist der Fall, wenn der Schimmel ausschließlich bauseitige Ursachen hat (z.B. mangelhafte Außenisolierung, Wasserrohrbrüche, Wärmebrücken).

Nicht verantwortlich gemacht werden kann der Vermieter für falsches Lüftungs- und Heizverhalten des Mieters. Ausreichendes Lüften und die Einhaltung einer Mindestraumtemperatur erhöht den Sättigungsgehalt der Luft.

Darlegungs- und Beweislast

Die Rechtsprechung hat hier eine klare Darlegungs- und Beweislastverteilung entwickelt: Ist der Schimmel sichtbar, muss der Vermieter nachweisen, dass der Schimmel keine bauseitige Ursache hat. Erst wenn der Vermieter dies beweisen kann, müssen Sie darlegen und beweisen, dass ihr Lüftungs- und Heizverhalten nicht für die Schimmelbildung ursächlich war. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wenn der Vermieter verantwortlich ist

Ist der Vermieter für die Schimmelbildung im Schlafzimmer verantwortlich, können Sie von ihm verlangen, dass er den Schimmel und seine Ursache auf seine Kosten beseitigt.

Ist der Wohnwert durch den Schimmel beeinträchtigt, können Sie die Miete zudem bis zur Beseitigung mindern - eine Mängelanzeige vorausgesetzt. Stellt der Schimmel keine Gesundheitsbeeinträchtigung dar, liegen die Minderungsquoten zwischen 5 und 20%. Bei einer erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung kann eine höhere Quote gerechtfertigt sein.

Stellt sich der Schimmel als im höchsten Maße gesundheitsschädlich heraus, kommt auch eine fristlose Kündigung in Betracht. Allerdings müssten Sie hierfür ein medizinisches Gutachten vorlegen.

Was Sie tun müssen

Können Sie die Schimmelbildung durch falsches Lüftungs- und Heizverhalten für sich ausschließen, müssen Sie folgendes tun:

(1) Informieren Sie den Vermieter unverzüglich über den Schimmel (sog. Mängelanzeige). Fordern Sie ihn zugleich zur Beseitigung des Schimmels innerhalb einer angemessenen Frist auf, bestenfalls per E-Mail oder Fax.

(2) Kündigen Sie dem Vermieter eine Mietminderung bis zur Beseitigung des Mangels an. Nehmen Sie bis zur sicheren Feststellung der Schadensursache nur eine Zahlung "unter Vorbehalt" vor. Ziehen Sie erst nach der sicheren Feststellung der Schadensursache den Minderungsbetrag von der Miete ab. Hier finden Sie einen Mietminderungsrechner .

(2) Dokumentieren Sie den Schimmelbefall mit Photos. Messen Sie regelmäßig die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit und halten Sie die Werte schriftlich fest.

(4) Lassen Sie bei Gesundheitsbeeinträchtigungen ein medizinisches Gutachten anfertigen.

Was wir für Sie tun können

Gerne können Sie uns mit der umfassenden Prüfung und Vertretung gegenüber Ihrem Vermieter bis zur Durchsetzung bzw. Feststellung der Mangelhaftigkeit im gerichtlichen Verfahren beauftragen.

Wer trägt die Anwaltskosten?

Sollten Sie rechtsschutzversichert sein, werden unsere Kosten im Regelfall von Ihrer Versicherung übernommen. Sollten Sie den Vermieter bereits erfolglos angemahnt haben, können Sie vom Vermieter die Erstattung der anwaltlichen Kosten verlangen. Mit unserem interaktiven Kostenrechner können Sie die gesetzlichen Anwalts- und Gerichtskosten kalkulieren.

Allgemeine Infos zum Thema "Mietmängel und Mietminderung" erhalten Sie hier. Urteile zum Thema "Mietmängel und Mietminderung" finden Sie in unserer Urteilsdatenbank . Sie haben Schimmel oder Feuchtigkeit in der Küche? Informieren Sie sich hier, was Sie tun können.

Seit 2007 ist Rechtsanwalt Iven mit seinem Team als Einzelanwalt in den Rechtsgebieten des Internetrechts , Mietrechts , Arbeitsrechts und Verkehrsrechts tätig.

Sie benötigen anwaltliche Beratung? Kontaktieren Sie uns: 02129 5678678 oder info@ra-iven.de. Oder nutzen Sie unseren Online-Service:


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u.a. spezialisiert auf Mietmaengel & Vertragsrecht, letzte Aktualisierung: 15.03.2016

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